D A R M H I L F E . DE
Hilfe durch die natürliche Hocksitzhaltung bei Prostata-Problemen, Blasenentzündung, Verstopfung, Hämorrhoiden, Darmkrebs, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulose, Hernien, Fibromen, sexueller Dysfunktion, Beckenorganvorfall, bei der Geburtsvorbereitung etc.
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KAPITELAUSWAHL

1. Einleitung
13. Herzinfarkt
2. Historischer Hintergrund
14. Hämorrhoiden
3. Toiletten im Altertum
15. Schwangerschaft und Geburt
4. Sieben Vorteile plus Diagramme
16. Prostataleiden
5. Appendizitis
17. Sexuelle Dysfunktion
6. Harnblaseninkontinenz
18. Sitzen vs. natürlicher Hocksitz
7. Kolitis und Morbus Crohn
19. Allgemeine Anmerkungen
8. Darmkrebs
20. Fazit
9. Verstopfung
21. Naturplattform Toilettenadapter
10. Vergiftung des Dünndarms
22. Häufig gestellte Fragen
11. Divertikulose und Hernien, Hiatushernie und Refluxösophagitis

23. Befürworter
12. Gynäkologische Störungen (wie Endometriose / Gebärmutterentfernung / Becken-organvorfall / Rektozele / Gebärmutterfibrom)
24. Schätze aus Down Under
25. Quellenangaben


Bitte beachten Sie den Warnhinweis auf
http://www.darmhilfe.de/warnhinweis.htm !


Prostataleiden / Prostataprobleme

 

Wallace BowlesHerr Wallace Bowles ist ein australischer Forscher, der über die Vorteile der natürlichen Hocksitzhaltung im Jahre 1984, im Alter von 52 Jahren, erfahren hat. Als früherer Kampfpilot der Australian Air Force und später als erfahrener Linienpilot arbeitete Herr Bowles im Jahr 1984 für die „Australian Aviation Authority“ als Ermittler bei Flugzeugunglücken.

 

Obwohl er keine formale medizinische Ausbildung hatte, leitete ihn seine intensive Neugier dazu an, die menschliche Anatomie zu studieren, da er herausfinden wollte, warum die natürliche Hocksitzhaltung für die Ausübung der körperlichen Funktionen so viel effektiver war. Er vermutete auch, daß die gewohnheitsmäßige Benutzung von Sitztoiletten möglicherweise für einige der üblichen Störungen, die man nur in westlichen Ländern finden kann, verantwortlich ist.

 

Als ein Mann in seinen Fünfzigern war Herr Bowles von Natur aus neugierig darauf, eine mögliche Verbindung zu Prostataproblemen zu finden. Er war fasziniert von Beweisen wie dem Folgenden:

 

USA Today, 5. Januar 2000:

 

Afroamerikaner haben das weltweit höchste Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken…und trotz hoher Fallzahlen unter Afroamerikanern ist die Häufigkeit von Prostatakrebs in Afrika sehr gering.

 

 

Aus der Internetseite http://www.Cancer.gov :

 

....die Häufigkeit des Auftretens von (ärztlich festgestelltem) Prostatakrebs ist bei Männern der westlichen Welt 30 bis 50 mal höher als diejenige bei Männern aus Asien.

 

Aus der Internetseite http://www.emedicine.com:

 

Ein existiert ein 200facher Unterschied zwischen afroamerikanischen Männern, welche die Gruppe mit der größten Erkrankungshäufigkeit darstellen und chinesischen, in Asien lebenden Männern,  bei welchen die Häufigkeit des Auftretens von Prostatakrebs eine der niedrigsten in der Welt ist.

 

Abwanderungsstudien enthüllen, daß Migranten (d.h. abwandernde Menschen), die sich von Niedrigrisikobebieten in Hochrisikogebiete begeben, von einer Steigerung der Häufigkeit des Auftretens von Prostatakrebs betroffen sind. In einer Studie erhöhte sich die Krankheitshäufigkeit unter japanischen Immigranten (d.h. Einwanderern) im Zeitraum von einer Generation um das Vier- bis Neunfache, verglichen mit der allgemeinen Häufigkeit von Prostatakrebs in Japan.

 

Im Zuge seiner Nachforschungen in der medizinischen Literatur traf Herr Bowles auch auf die üblichen Erklärungen für die geringe Häufigkeit des Auftretens von Prostatakrebs in den Entwicklungsländern: Es liege an einer fettarmen und ballaststoffreichen Ernährungsweise. Er stand dieser Theorie skeptisch gegenüber und eine vor einiger Zeit durchgeführte große Studie hat seine Zweifel bestätigt:

 

Amerikanische Gesellschaft für klinische Onkologie
 (American Society of Clinical Oncology) – 30. August, 2002

 

Über einen Zeitraum von vier Jahren hat eine Ernährungsweise, die wenig Fett, viele Ballaststoffe und viel Obst und Gemüse enthält, keine Auswirkung auf den PSA (prostataspezifisches Antigen) Spiegel von Männern und keinen Einfluß auf die Erkrankungshäufigkeit von Prostatakrebs gezeigt; dies ist das Ergebnis einer Studie von Forschern am „Memorial Sloan-Kettering Cancer Center“, dem „National Cancer Institute“ und sieben anderen Krebszentren.

 

Herr Bowles ist das Problem auf eine vollkommen andere Weise angegangen. Er vermutete, daß das seltsame Verhalten der Prostata von einem Zusammenbruch im Kommunikations- und Kontrollsystem des Körpers verursacht wird. Die Prostata und die Blase werden vom Pudendusnerv kontrolliert, welcher aus dem Kreuzbein hervorgeht und an der Basis der Wirbelsäule und entlang dem Damm verläuft. Schaden an diesem Nerv kann die Gehirnsignale von und zur Prostata schwächen und damit die Prostata dysfunktional machen.

 

Bei Frauen wird der Pudendusnerv üblicherweise während einer Geburt verletzt, was zu einer kurzzeitigen oder dauerhaften Harnblaseninkontinenz führt. Verletzungen der Nerven des Beckenbodens ergeben sich oft bei „Instrumentengeburten“ (mittels Geburtszangen, Saugglocken usw.) und durch Überlastung wegen dem hohen Preßdruck, der notwendig ist, um die unnatürliche westliche Geburtshaltung zu überwinden. (Mehr Details darüber befinden sich im Kapitel Schwangerschaft und Geburt auf Seite 76).

 

Aber die Geburt eines Kindes ist nicht der einzige Weg, durch den der Pudendusnerv beschädigt wird. Dies passiert auch Frauen, die nie Kinder hatten – und auch Männern. Herr Bowles hat die Theorie aufgestellt, daß dieselbe Überdehnung des Beckenbodens, wie sie bei einer Geburt in der Liegeposition wegen dem zu hohen Preßdruck auftritt, auch das Resultat der Darmentleerung in der sitzenden Position sein könnte. Die Entleerung des Darmes ist nicht so anstrengend wie eine Geburt, wird dafür aber täglich wiederholt.

 

Der Beckenboden ist eine Art aus Muskeln bestehende „Hängematte“, welche die Harnblase, den Darm und (bei Frauen) die Gebärmutter unterstützt. Der Pudendusnerv verläuft durch den Beckenboden zur Harnblase und zur Prostata. Auf einer konventionellen Toilette wird der Beckenboden nicht unterstützt und wird während der Darmentleerung gewaltsam nach unten gedrückt.

 

Die Gewohnheit, den Atem anzuhalten und mit dem Zwerchfell zu drücken, wird in der westlichen Gesellschaft als „normal“ betrachtet. Aber kein anderes Tier benutzt das Valsalva Manöver. Wie alle Primaten ist auch der Mensch dafür ausgelegt, die natürliche Hocksitzhaltung zu verwenden, welche den Darm entleert, ohne Druck auf den Beckenboden auszuüben.

 

Statt nach unten mit dem Zwerchfell zu pressen, drückt die natürliche Hocksitzhaltung mithilfe der Oberschenkel nach oben. Das Gewicht des Rumpfes drückt den Darm zusammen, sodaß Pressen unnötig wird. Die natürliche Hocksitzhaltung entlastet außerdem den Puborektalmuskel, damit sich der Enddarm gerade ausrichten kann. Das ist die Methode, die von über zwei Dritteln der Menschheit angewandt wird.

 

Wie kann eine sitzende Darmentleerung den Pudendusnerv beschädigen? Dieser Nerv verläuft durch den Beckenboden und muß sich jedesmal, wenn das Valsalva Manöver benutzt wird, dehnen. Nerven sind nicht elastisch und können sich nicht sehr weit strecken, ohne beschädigt zu werden. Eine Streckung um 12 Prozent zerstört einen Nerv. 16

 

Über die Jahre sinkt die Muskulatur des Beckenbodens immer tiefer und tiefer nach unten, weil sie jeden Tag mehrmals nach unten gedrückt wird. Der Pudendusnerv wird auf diese Art und Weise letzten Endes über seine Belastbarkeit hinaus gedehnt. Er verliert seine Fähigkeit, Gehirnsignale und elektrische Versorgungsenergie zum Beckenbodenbereich weiterzuleiten.

 

Jede Drüse im menschlichen Körper verlangt nach einem konstanten Feedback (d.h. einer fortwährenden Rückmeldung) durch das Gehirn, um ihr korrektes Funktionieren aufrechtzuerhalten. Ein Schaden am Pudendusnerv unterbricht die Verbindung der Prostata zur  steuernden Intelligenz des Körpers. Die Prostata „verliert ihren Verstand“ – wie viele Millionen Männer zu ihrer Bestürzung jedes Jahr feststellen.

 

75% der über 50 Jahre alten männlichen Bevölkerung sind von Prostataerkrankungen betroffen39. Diese können drei verschiedene Formen annehmen:

 

1. Vergrößerung.

Die Prostata kann sich von ihrer normalen Walnußgröße auf die Größe einer Orange oder sogar in noch größerem Ausmaß vergrößern, ohne ein Bewußtsein darüber zu haben, daß sie die Harnröhre einschnürt. Mehr als die Hälfte aller Männer in den Vereinigten Staaten zwischen 60 und 70 Jahren und 90 Prozent aller Männer zwischen 70 und 90 Jahren weisen gemäß dem „National Cancer Institute“ (Nationales Krebsinstitut) Symptome von BPH (Benign Prostatic Hyperplasia – ein amerikanischer Ausdruck für die Vergrößerung der Prostata) auf.

 

2. Krebs.

Die überaktiven Zellen neigen häufig dazu, zu mutieren und bösartig zu werden. Jeden Tag sterben in den Vereinigten Staaten mehr als 100 Männer an Prostatakrebs. Jährlich diagnostizieren Ärzte 184.500 neue Erkrankungsfälle und die Behandlungskosten erreichen die 5 Milliarden US Dollar Grenze (laut der Internetseite http://www.emedicine.com).

 

3. Prostatitis (= Entzündung der Prostata).

“Symptome einer Prostatitis wie zum Beispiel Schmerzen treten in 11 Prozent aller amerikanischen Männer auf und ungefähr 95 Prozent aller Männer, bei denen die Erkrankung als chronische Prostatitis erkannt wird, weisen keine bakterielle Infektion oder entzündete Zellen in der Prostataflüssigkeit auf… chronische Beckenbodenschmerzen könnten durch das Einklemmen des Pudendusnervs (die amerikanische Bezeichnung dafür lautet “Pudendal Nerve Entrapment” (PNE)) verursacht sein.” 29

 

Der Ausdruck “Einklemmung” bezieht sich auf unterschiedliche Arten von Nervenschäden, inklusive der Überstreckung des Pudendusnervs. Die obige Erklärung könnte auch auf die Harnblasenentzündung zutreffen – eine Erkrankung, die in vielen Fällen keinen erkennbaren Grund zu haben scheint.

 

Ein Schaden am Pudendusnerv tritt in der Regel allmählich und nach und nach zunehmend auf und es kann daher viele Jahre dauern, bis sich der Schaden manifestiert. Das ist der Grund, warum die Ursache sich bis jetzt der Aufdeckung entzogen hat. Ein anderer Grund besteht in der kulturellen Abgeschiedenheit bzw. Engstirnigkeit. Sitztoiletten werden als normal und natürlich angesehen und gelten als über jeden Verdacht erhaben.

 

Um seine Theorien zu testen hat Mr. Bowles ein eigenes „Hocksitz“-Gerät entwickelt und gebaut und damit tausende seiner australischen Landsleute ermutigt, die natürliche Hocksitzhaltung zur Darmentleerung zu übernehmen. Hier ist eine Zusammenfassung seiner Resultate:

 

Eine derzeit vor sich gehende informelle Studie zeigt, daß sich die Symptome unter der Voraussetzung, daß die Prostatavergrößerung nicht zu weit fortgeschritten ist, allmählich zurückbilden, wenn Männer die sitzende Darmentleerungshaltung aufgeben und statt dessen zur natürlichen Hocksitzhaltung übergehen. Die Studie zeigt, daß die Verbesserung üblicherweise innerhalb von drei Monaten eintritt und daß innerhalb von 6 Monaten ab dem Zeitpunkt der Haltungsveränderung die meisten Männer (inklusive Männer in ihren Siebzigern) ihre normale Prostatafunktion zurückgewinnen. 14

 

Herr Bowles kommt zum Schluß, daß sich die beschädigten Nerven im Laufe der Zeit regenerieren, soferne die Quelle des Schadens beseitigt wird. Viele der befragten Personen berichteten außerdem von bedeutenden Verminderungen in ihren PSA (prostataspezifisches Antigen) Spiegeln, nachdem sie zur natürlichen Hocksitzhaltung übergegangen waren.

 

Herr Wallace Bowles hat das Konzept der „Nervenüberdehnungsverletzung des Beckenbodens“ nicht erfunden. Er hat ganz einfach realisiert, daß diese selbstverschuldete Verletzung von der universellen Gewohnheit, die Darmentleerung in einer sitzenden Position auszuführen, bewirkt wird. Aus diesem Grund kam er zu dem Schluß, daß der „Porzellanthron“ höchstwahrscheinlich die Schuld an dieser mysteriösen Epidemie von Beckenerkrankungen bei Männern und Frauen, welche die westliche Welt plagen, hat.

 

Dieses „Heureka!“ eines pensionierten Flugunglückermittlers wird vielleicht eines Tages als eine der größten Entdeckungen in der Geschichte der Medizin anerkannt werden.

 

 

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