D A R M H I L F E . DE
Hilfe durch die natürliche Hocksitzhaltung bei Prostata-Problemen, Blasenentzündung, Verstopfung, Hämorrhoiden, Darmkrebs, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulose, Hernien, Fibromen, sexueller Dysfunktion, Beckenorganvorfall, bei der Geburtsvorbereitung etc.
spacer spacer
spacer

ZURÜCK ZUM HAUPTMENÜ


KAPITELAUSWAHL

1. Einleitung
13. Herzinfarkt
2. Historischer Hintergrund
14. Hämorrhoiden
3. Toiletten im Altertum
15. Schwangerschaft und Geburt
4. Sieben Vorteile plus Diagramme
16. Prostataleiden
5. Appendizitis
17. Sexuelle Dysfunktion
6. Harnblaseninkontinenz
18. Sitzen vs. natürlicher Hocksitz
7. Kolitis und Morbus Crohn
19. Allgemeine Anmerkungen
8. Darmkrebs
20. Fazit
9. Verstopfung
21. Naturplattform Toilettenadapter
10. Vergiftung des Dünndarms
22. Häufig gestellte Fragen
11. Divertikulose und Hernien, Hiatushernie und Refluxösophagitis

23. Befürworter
12. Gynäkologische Störungen (wie Endometriose / Gebärmutterentfernung / Becken-organvorfall / Rektozele / Gebärmutterfibrom)
24. Schätze aus Down Under
25. Quellenangaben

 

Bitte beachten Sie den Warnhinweis auf http://www.darmhilfe.de/warnhinweis.htm !

 

Appendizitis

 

Das Zäkum ist ein kleiner Beutel, der an der Stelle liegt, wo der Darm beginnt, nämlich in der rechten unteren Ecke des Bauchraumes (siehe Diagramm auf Seite 21 http://www.darmhilfe.de/4siebenvorteile.htm ). Stuhl bewegt sich durch die Ileozäkalklappe (welche theoretisch eine „Einbahnklappe“ ist) vom Dünndarm in das Zäkum. Der Appendix ist ein an das Zäkum angehängter dünner Schlauch, der mit einem Kanal, der sich zum Zäkum hin öffnet, mit dem Zäkum verbunden ist.

 

Exkremente können sich in diesem Kanal festsetzen, was dazu führt, daß sich der Appendix infiziert und sich entzündet. In diesem Fall ist eine sofortige Blinddarmoperation unumgänglich, um den Appendix zu entfernen, bevor dieser platzt. Das Platzen des Appendix hat normalerweise tödliche Konsequenzen. 

 

Warum aber wird der Appendix mit Exkrementen blockiert? Hat die Natur einen groben Fehler in der Bauweise des Darmes gemacht?

 

Ein Hinweis woran dies liegt kommt aus dem Gebiet der Epidemiologie (Seuchenkunde). Appendizitis ist eine Erkrankung der westlichen Industrieländer und ist so gut wie unbekannt in Entwicklungsländern19,31. Der Grund dafür ist, daß das Zäkum dafür ausgelegt ist, während der Entleerung vom rechten Oberschenkel komprimiert und damit leergedrückt zu werden, und zwar in der natürlichen Hocksitzhaltung. Auf einer herkömmlichen Sitztoilette allerdings ist es unmöglich, das Zäkum überhaupt entsprechend zu komprimieren.

 

Im Gegenteil passiert bei der herkömmlichen Sitzposition folgendes, man drückt mit dem Zwerchfell nach unten, während man die Luft anhält. Dieses Manöver bläht das Zäkum auf und setzt es unter Druck. Es ist als ob man auf eine Zahnpastatube in der Mitte draufdrückt, dies führt dazu, daß der untere Teil der Tube sich mit Luft aufbläht. Dieser Druck kann sehr leicht Exkremente in den Appendix zwängen, mit katastrophalen Konsequenzen.

 

Dieser Druck kann auch die ileozäkale Klappe überwältigen, deren Zweck darin besteht, den Dünndarm vor einer Verschmutzung mit Exkrementen zu schützen. Durch radiologische Untersuchungen des Darms mittels Bariumeinläufen und bei Darmoperationen wird routinemäßig oft festgestellt, daß Exkremente in den Dünndarm ausgelaufen sind. Morbus Crohn entwickelt sich in den Gebieten, die von diesem giftigen Rückfluß betroffen sind.

 

Trotz all des Pressens beim Entleerungsprozeß in der herkömmlichen Sitzposition wird das Zäkum nie komplett entleert. Zurückbleibende Reste lagern sich an der Darmwand an und erhöhen das Risiko von Krebs und Entzündung (einschließlich Appendizitis).

 

Im Gegensatz dazu wird das Zäkum bei der natürlichen Hocksitzhaltung mittels des rechten Oberschenkels von der Basis aus komprimiert. Sein Inhalt kann sich auf diese Art und Weise gründlich in den aufsteigenden Darm entleeren, wo die Peristaltik (Darmbewegung) die Exkremente weiterträgt. Es besteht hier keine Notwendigkeit, den Atem anzuhalten oder auf der Toilette zu pressen, da die natürliche Hocksitzhaltung den benötigten Preßdruck automatisch generiert.

 

Der Druck ist hier komplett aufwärts gerichtet, sodaß der Appendix sauber und die Ileozäkalklappe geschlossen bleibt. Diese Organe sind nicht „schlecht gebaut“ – wie es momentan durch medizinische Schulen gelehrt wird. Wie der Rest des Darmes, sind auch diese Organe so konstruiert, daß sie nur Mithilfe der natürlichen Hocksitzhaltung optimal arbeiten.

 

Historischer Hintergrund der Appendizitis

 

Die meisten Menschen nehmen wie selbstverständlich an, daß die Menschheit schon seit sehr langer Zeit unter Appendizitis leidet. Aber in Wirklichkeit hat sich die Appendizitis erst seit sehr kurzer Zeit entwickelt und zwar in zeitlicher Übereinstimmung mit der Entwicklung der ersten Sitztoiletten zum Ende des 19. Jahrhunderts 22. Aus dem Medizinischen Journal von Australien („Medical Journal of Australia”) geht hervor:

 

Die Epidemiologie (Seuchenkunde) der Appendizitis wirft viele unbeantwortete Fragen auf. So gut wie unbekannt vor dem 18. Jahrhundert, ergab sich ein eklatanter Anstieg in ihrer Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) erst ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. Diese Eigenschaft legt einen Zusammenhang mit dem modernen westlichen Lebensstil nahe. 30

 

 

Im Jahre 1886 wurde Reginald Heber Fitz, ein Harvard Professor mit dem Fachgebiet der pathologischen Anatomie, der erste Arzt, der die Krankheit erkannte und ihr einen Namen gab. Er war auch der erste, der vorschlug, die Krankheit durch eine Entfernung des Appendix zu behandeln. 18

 

Das konservative britische medizinische Establishment leistete der neuartigen Appendektomie (Entfernung des Appendix) Widerstand bis zur Jahrhundertwende, solange bis die neue Methode zur Rettung des Lebens des zukünftigen Königs verwendet wurde. Im Jahre 1901 mußte sich nämlich der Prinz von Wales, Albert Edward, einer Notfallappendektomie unterziehen, nur zwei Wochen vor seiner geplanten Krönung als König Edward VII.  Seine erfolgreiche Wiederherstellung überzeugte letzten Endes die britischen Chirurgen davon, daß diese Operation der einzige Weg war, um die Opfer dieser neuartigen, mysteriösen Erkrankung zu retten. 20

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entwickeln 7% der U.S. Bevölkerung einmal in ihrem Leben Appendizitis (laut http://www.emedicine.com). Diese Zahl wäre sogar noch höher, wenn nicht jedes Jahr 40.000 sogenannte „Appendektomien auf Verdacht“ (laut Harper´s Index, Februar 2002) durchgeführt werden würden. „Auf Verdacht“ bedeutet hier, daß bei diesen Patienten Appendixbeschwerden vorlagen und der Chirurg den Appendix aufgrund dieses Verdachtsmomentes entnahm, da er gerade an einem anderen Organ in der Nähe arbeitete (in den meisten Fällen arbeitete er an einer operativen Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie)) und sich jedoch im Nachhinein herausstellte, daß keine Entzündung im Appendix vorlag.

 

Appendizitis ist der häufigste Grund, warum ein Kind eine Notoperation des Bauchraumes benötigt. Junge Kinder zwischen dem elften und zwanzigsten Lebensjahr sind am häufigsten betroffen (laut http://www.KidsHealth.org).

 

Die moderne Medizin erkennt an, daß die Appendizitis vor allem eine Erkrankung der westlichen Welt darstellt 31. Sie führt dies auf den (angeblich) höheren Anteil von Ballaststoffen in der Ernährung der dritten Welt zurück. Allerdings galt die Ballaststofftheorie nie als wirklich gesichert, wie durch das folgende Zitat von http://www.KidsHealth.org bewiesen wird:

 

Es gibt keine medizinisch gesicherten Wege, eine Appendizitis zu verhindern. Obwohl die Appendizitis in Ländern, wo sich die Bevölkerung mit einem hohen Anteil von Ballaststoffen ernährt, selten ist, konnten Experten bis jetzt nicht zeigen, daß eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen die Entwicklung einer Appendizitis definitiv verhindert.

 

Viele Einwohner von Entwicklungsländern, die nicht als rückständig erscheinen wollen, fühlen sich verpflichtet, die westlichen Toiletten anzunehmen. Dieser Trend bewirkt Gesundheitsprobleme, die bei Bevölkerungsgruppen, die zuvor die natürliche Hocksitzhaltung angewendet haben, unbekannt waren. Das Beispiel Appendizitis wird auch von http://www.webhealthcentre.com, einem in Indien beheimateten Gesundheitsportal, berichtet:

 

Der indische Toilettentyp ist einer vollständigen Entleerung förderlicher als der westliche Toilettentyp. Da westliche Toiletten sich in Indien zunehmender Popularität erfreuen, steigt das Risiko, daß es zu einer erhöhten Anzahl von Appendizitisfällen kommen wird.

 

Leider haben westliche Ärzte niemals die Verbindung zwischen der Sitzhaltung auf der Toilette und Appendizitis hergestellt. Ihr Verständnis dieser Erkrankung ist in dem Jahrhundert, das demjenigen folgte in dem Dr. Frederick Treves seine berühmte Appendektomie (wie oben erwähnt) am Prinz von Wales durchführte, kaum vorangeschritten.

 

Ironischerweise verlor die Tochter Sir Fredericks (welcher zum Ritter geschlagen wurde weil er das Leben des Königs gerettet hatte) ihr Leben durch eine Appendizitis 27. Obwohl er chirurgisch hochbegabt war, hatte er keine Ahnung, was die Krankheit auslöste, oder wie man sie verhindern sollte.

 

Seine heutigen Nachfolger haben die Chance, ihren Berufsstand zu rehabilitieren, indem sie ihre Patienten (und ihre Kinder) über die Gesundheitsgefahren, welche von der Sitzposition auf der „modernen“ Toilette ausgehen, informieren. Sie können damit einen Großteil des sinnlosen Leidens ihrer Patienten und Mitmenschen vermeiden.

 

 

vorherigeskapitelanzeigen

zum vorherigen Kapitel

nachobenspringen
zum nächsten Kapitel
zumnächstenkapitel
   
nach oben