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Autor Thema: Hier ein Erfahrungsbericht zum Thema Hocksitzhaltung und RDS!  (Gelesen 6228 mal)
Darmhilfe
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« am: 09. November 2012, 12:44:51 »

Mit freundlicher Genehmigung von Stefan_2. Weitere Beiträge dieses Threads habe ich nicht einkopiert, da ich dafür keine Genehmigung habe.

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Stefan_2
Neu hier


Anmeldungsdatum: 01.11.2012
Beiträge: 2

   
BeitragVerfasst am: Do Nov 01, 2012 8:45 pm    Titel: Seit sechs Monaten beschwerdefrei.    Antworten mit Zitat
Hallo an alle hier im Forum.

Ich bin neu hier und muss zugeben, dass ich mich noch nicht mit diesem Forum befasst habe.

Ich habe mich eigentlich lediglich für diesen Beitrag angemeldet und zwar aus folgendem Grund: Ich habe jahrelang mit RDS zu kämpfen gehabt, doch dann wurde es besser und mittlerweile kann ich, wie im Titel schon beschrieben, sagen, dass ich seit etwa sechs Monaten komplett beschwerdefrei bin. Vor ein paar Tagen kam mir der Gedanke, dass ich das doch den betroffenen Menschen erzählen sollte. Erwartet jetzt bitte von meinem Beitrag nicht, dass euch sicher geholfen wird, denn es ist ja doch bei Jedem etwas anders. Ebenso müsst ihr auch nichts kaufen. Ich werde einfach meinen Werdegang berichten und hoffe, dass es dem einen oder anderen helfen kann auf seinem Weg der Besserung. Und wenn es auch nur die Erkenntnis ist, dass es möglich ist, irgendwann auch wieder beschwerdefrei zu sein.

Hier also ein Bericht meiner letzten 25 Jahre (der ein oder andere wird sich hier bestimmt wiederfinden):

Als ich noch ein Jugendlicher war, so etwa 14 Jahre, hatte ich selten mal undefinierbare Magenkrämpfe. Vielleicht im Abstand von einem halben Jahr. Irgendwann dachte ich dann, das sollte ich mal einem Arzt berichten. Damals dachte ich noch, dass Ärzte einem sicher helfen können und nur die Gesundheit der Patienten als Ziel haben. Eine erste ernsthafte Untersuchung ergab, dass ich kerngesund war.

Die Intervalle der Magenkrämpfe verringerten sich, genauso wie die Abstände der Arztbesuche. Ich muss zugeben, dass sich die Ärzte wirklich bemühten, aber als Ergebnis blieb immer nur die Bestätigung einer guten Gesundheit.

Über die Jahre hinweg nahmen nicht nur die Magenschmerzen zu, sondern auch Dinge wie Durchfall und Verdauungsstörungen. Diverse ärztliche und eigene Diagnosen führten ins Nichts. Irgendwann war ich nur noch verwirrt, weil ich das Ganze überhaupt nicht einschätzen konnte. Mal half etwas, mal absolut nicht. Die Hoffnung sank und die Lebensqualität gleich mit. Am Ende war es mehr oder weniger ein tägliches Elend.

Der erste Schritt zur Besserung kam, als ich mal eines Tages aus Verzweiflung drei meiner Symptome zusammen bei Google eingegeben habe und siehe da, ich wurde schnellstens auf Seiten mit einer Krankheit mit dem Namen „RDS“ verwiesen. Da war ich begeistert, denn ich hatte endlich dieses unbekannte Übel erkannt. Voller Begeisterung habe ich das meinem Arzt erzählt, doch dessen Freude war begrenzt, denn was weiß schon das Internet? Also verschrieb er mir noch eine Darmspiegelung. Diese ergab keinen auffälligen Befund und der durchführende Arzt stimmte mir knurrend zu, dass es wohl ein Reizdarmsyndrom sei.

Dank der Darmspiegelung konnte ich aber Schritt Zwei auf dem Weg zur Besserung gehen. Ich stellte nämlich fest, dass als die Kamera an einem bestimmten Ort im Darm ankam die typischen, sehr starken Schmerzen auftraten. Und zwar führt der Dickdarm nach oben und verläuft dann fast waagerecht unterhalb des Magens von Links nach Rechts um dann wieder nach unten abzubiegen. Diesen oberen Bereich nennt man „querverlaufender Anteil“ vom Dickdarm (einfach mal nach einem Bild googlen). Hier befand sich der Ort, an dem die Schmerzen ausgelöst wurden. Das ist auch sehr logisch, denn es ist der höchste Ort im Darm. Die gesamte Luft im Darm steigt dorthin und drückt nach oben. Um also diese Schmerzen zu verringern war eine Ernährung und ein Verhalten angesagt, dass weniger das Aufblähen des Darms begünstigte.

Hier einige Ernährungstipps, die ich als ziemlich wesentlich für mich betrachte:

Kein Alkohol, keine Zigaretten, kein Kaffee, kein schwarzer Tee, genereller Verzicht auf Lebensmittel die heiß in die Verdauung geraten, also keine heiße Suppe oder heiße Getränke, alle Produkte die während der Herstellung verbrannt werden (z.B. Schokolade). Gut ist gekochte und gedünstete Nahrung. Spezielle Nahrungstipps vermag ich nicht zu geben, daher belasse ich es bei dieser Aufführung.

Hier nun einige Verhaltenstipps, die ich für mich als wichtig ansehe:

Druck und Angst sind die wirklichen Gegner. Um beides zu bekämpfen ist ein gestärktes Selbstbewusstsein sehr hilfreich. Auch andere Sichtweisen der Dinge sind ganz gut. Ich habe mich z.B. mit Druck auseinander gesetzt. So habe ich für mich klargestellt, dass ich nicht grundsätzlich Termine einhalten muss, die andere mir aufdrängen. Es ist nicht gleich ein Drama, wenn man etwas nicht rechtzeitig fertig bekommt. Ich darf mich nicht schädigen nur weil andere irgendwelche Vorstellungen haben.

Angst ist natürlich ein starker Gegner. Wie soll man keine Angst mehr haben? Ich bin daran gegangen, alles etwas gelassener zu betrachten. Hatte ich bis dahin mir immer alle möglichen Horrorszenarien vorgestellt, die passieren könnten, so bin ich dazu übergegangen, die Dinge doch einfach laufen zu lassen. Nach dem Motto, „man wird schon sehen ob es gut gehen wird“, oder „mach es doch einfach und wenn es schief geht dann ist das halt so“. Das gilt für kleine Sachen wie z.B. einen fremden Menschen anrufen und auch für größere Dinge. Wird man z.B. am Arbeitsplatz gemobbt, so spricht man denjenigen an und sagt, dass er es unterlassen soll. Ob derjenige sich aufregt, einen entlässt oder mit dem Mobbing aufhört wird man dann sehen. Kurz: einfach einen Schritt machen und die Konsequenzen abwarten und nicht vorher endlos abwägen.

Ein für mich persönlich wichtiger Schritt war, dass ich mich mit der Frage auseinander gesetzt habe, ob wir bloß Zufallsprodukte der Natur sind oder ob Gott uns geschaffen hat. Glücklicherweise konnte ich feststellen, dass zweiteres der Fall ist und der Glauben ist eine enorme Energiequelle, aus der man Kraft schöpfen kann.

Ein positiver Nebeneffekt meiner dann beginnenden Kirchentätigkeit war, dass ich angefangen habe, anderen Menschen zu dienen. Ich kümmerte mich um alte Menschen, um Alleinstehende, um Kranke und um Menschen mit anderen Sorgen. Da stellte ich fest, dass es Menschen mit richtigen Sorgen gibt und es gab mir die Gelegenheit nicht mehr ständig an meine eigenen Probleme zu denken. Denn es ist tatsächlich auch so, dass die RDS Beschwerden sich auch durch das ständige „sich selber im Kopf quälen“ angefeuert werden. Ich gebe hier mal den Tipp über ein Ehrenamt nachzudenken, denn dann hilft man anderen und gleichzeitig sich selbst.

Natürlich ist auch sportliche Bewegung ein sehr effektives Mittel (z.B. joggen oder walken, zumindest etwas, das den Darmbereich in Bewegung hält).

Über die folgenden Monate und Jahre hinweg verschwanden meine Beschwerden durch RDS immer mehr und so wie sie einst immer häufiger wurden konnte ich nun einige Wochen zwischen den Schüben wieder sehr angenehm leben.

Dennoch waren immer wieder Attacken der Krankheit da und blieben dann für ein paar Tage um dann wieder fortzugehen. Diese letzte Hürde habe ich vor etwa sechs Monaten genommen.

Angestachelt um meine Probleme mit den Hämoriden zu lösen las ich im Internet viele Seiten. Wie immer ganz hinten und gut versteckt fand ich dann alternative Methoden fernab von Salben, Medikamenten und ärztlichen Behandlungen. Demnach ist die Sitzhaltung auf der handelsüblichen Toilette ein Hauptauslöser für die Beschwerden. Sitzend hat der Darm und die Muskulatur eine sehr hohe Leistung zu vollbringen und es entspricht nicht der natürlichen Anatomie des Menschen. Es wird daher die Hockhaltung empfohlen. Die soll sich auch auf andere Probleme z.B. Prostata, Morbus Crohn etc auswirken. Hier ist mal die offizielle Internetseite dazu: www.darmhilfe.de.

Hier auch noch zwei Bilder, wie ich das bei mir zu Hause kostenlos gelöst habe:

http://img838.imageshack.us/img838/3585/1351794815068.jpg

http://img26.imageshack.us/img26/7321/1351794947149.jpg

In der Tat kann ich bestätigen, dass sich meine Probleme mit den Hämoriden jetzt nahezu aufgelöst haben. Nebenbei sind aber auch die RDS Schübe verschwunden. Es ist ja auch verständlich, dass durch die hohe Muskel und Darmleistung Nebenwirkungen im Darm entstehen und sei es auch nur die höhere Gasbildung.

Los ist man die Krankheit wohl nie mehr, das habe ich jetzt gerade vor zwei Wochen wieder erfahren, als wieder ein einwöchiger RDS Schub kam, aber es ist ja doch so „aus den Augen, Aus dem Sinn“. Ich hatte die Disziplin etwas schleifen lassen und war auch zwei oder drei Tage hintereinander herkömmlich auf Toilette gegangen. Jetzt habe ich wieder alles richtig gemacht und zudem habe ich eine starke geistige Kraft und die Beschwerden wieder niedergekämpft.

Mein Fazit ist, dass es für viele sicher möglich ist erfolgreich ihre RDS Beschwerden zu verringern. Dabei fällt wohl gut 70% auf die Psyche und der Rest entscheidet sich durch richtiges körperliches Verhalten. Ich habe dabei für mich keinerlei Medikamente benötigt.

So nun bin ich am Ende meines Berichtes und hoffe einigen von euch damit geholfen zu haben. Bitte seht davon ab mich mit Fragen zu kontaktieren, denn ich weiß auch keine genauen Antworten.

Ich wünsche allen eine gute Besserung.
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« Letzte Änderung: 11. November 2012, 13:19:08 von Darmhilfe » Gespeichert
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